Die Schönenbergkirche braucht Ihre Hilfe!

Bei der vorgeschlagenen Maßnahme handelt es sich größtenteils um eine klassische Pflegemaßnahme zum richtigen Zeitpunkt. Die Fassung ist abgewittert, einige Putzbereiche sind bereits geschädigt. Wenn keine Maßnahme (Fassung/Putz) stattfindet, werden sich die Schäden an den Fassaden massiv verschlimmern.

 

So bitten wir Sie um Ihre großzügige Unterstützung bei der Renovierung dieses einmaligen Kulturdenkmals!

VR-Bank Ellwangen
IBAN: DE61 6149 1010 0041 2520 04

Weitere Informationen erhalten Sie über unser Pfarrbüro.

 

Zustandsbeschreibung

Von der Ferne aus betrachtet, scheint die Schönenbergkirche in einem guten Zustand zu sein.
Leider nur bei Sonnenschein.
Im Rahmen der turnusmäßigen Bauschau im Jahr 2024, manifestierten sich die Befunde der letzten Jahre in einem nun in Zusammenarbeit mit dem Diplom Restaurator Atelier Amann erstellten Schadensgutachten.

Durch die weithin sichtbar exponierte Lage der Kirche auf einem Bergvorsprung über der guten Stadt Ellwangen, ist vor allem die Westseite und die beiden in die Westfassade integrierten Doppeltürme extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt. 
Diese Witterungsbedingungen an der Bruchkante zur Lias-Hochebene mit extremem Sonnenschein und Hitze – gefolgt von einem Regenschauer oder Gewitter, haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Farbfassungen teilweise bis zum Totalverlust herunter reduziert sind.

Teilweise doppelte beziehungsweise bis zu vierfache Farbanstriche an den Türmen haben ihre Schutzfunktion für die Bauteile, wie  Putzoberflächen, Wandpartien und Gesimse verloren. Durch die fehlende Farbe kann Feuchtigkeit in die Putzschicht eindringen. Frost und Sonne lassen nun die Putze abbröckeln, was eine erhebliche Gefahr für Besucher der Wallfahrtsstätte darstellt. 

Hervorgerufen durch Blitzschläge fehlen teilweise ganze Zier- und Gesimspartien. Dort dringt unter die Abdichtungen der darunterliegenden Gesimse Wasser in das Mauerwerk ein und schädigt damit die Wandstruktur. 
Auch hier besteht die latente Gafahr, dass Putzstücke abplatzen und herabfallen, was eine erhbliche Gefährdung der Besucher darstellt. Die Farbe bzw. Vergoldung der Blechzier ist teilweise bis auf die rohe Stahloberfläche abgewittert und verursacht mit dem Rost eine weitere Schädigung.

Vor allem auf den nicht immer besonnten Wandpartien und den Ziergiebeln auf der Nordseite und am Ziergiebel über der Chorapsis konnten sich durch die fehlende Schutzfunktion des Farbe veralgte und bemooste Ablagerungen bilden. Diese schädigen mit ihren Huminsäuren ebenfalls noch weiter die Putzoberflächen und führen durch das Vorhandensein des Bewuchses zu einer Dauerbefeuchtung der Putzoberflächen.
Durch die weitausladenden Gesimse ist auch hier dringender Handlungsbedarf gegeben, da Putzteile herabstürzen können.

Durch die Verwendung von nicht frostbeständigen, hiesigen Sandsteinen kommt es leider zu einer Schalenbildung: einzelne Steinschichten lösen sich von Zeit zu Zeit ab und müssen nachgearbeitet werden, damit nicht über Fugen und Risse Feuchtigkeit in den Stein eindringen können und hier ebenfalls durch Frost und Sonne Abplatzungen verursachen.

Maßnahmenbescheinigung

Wie bereits oben beschrieben, weist die Wallfahrtskirche unterschiedlich bewitterte Oberflächen auf und somit auch unterschiedliche Schadensbilder, die man aber grob in zwei Schadensbildbereiche und daraus resultierend in zwei verschiedene Arbeitspakete fassen kann:

Arbeitspaket 1

Kompletter Wiederholungsanstrich mit einem doppelten Endanstrich an den jetzt sichtbaren, abgewitterten Bereichen: 

  • Westseite mit allseitiger Bearbeitung der Türme
  • Giebelbekrönungen auf der Nord-, Süd-, Ostseite

Arbeitspakte 2

Kompletter Pflegeanstrich: ein Fixieranstrich mit lasierendem Endanstrich

  • Süd- Nord- und Ostseite unterhalb der Traufzone
    Zur Anwendung sollen nur zweikomponentige Reinmineralfarben kommen. Reine Mineralfarben neigen zu erhöhter Oberflächenspannung. Bei zu starken Farbschichten besteht die Gefahr, der Malschichtabplatzungen
  • Verputzarbeiten:
    Die bereits von unten sichtbaren Schäden am Außenputz sind zu beheben. Es dürfen nur Materialien verwendet werden, welche keinerlei hydrophobierende Eigenschaften haben. Purkristallatfarben können auf hydrophoben Putzen mit dem Untergrund nicht verkieseln => schlechte Haltbarkeit.
  • Spenglerarbeiten:
    Aufgrund des Schadensbildes sind nur wenige Partien nachzubessern. Größenteils funktionieren die Abdeckungen. Im Detail sind die Metallabdeckungen nicht nach der heutigen Norm. Es soll aber trotzdem kein Austausch stattfinden, sondern lediglich eine Reparatur / Erweiterung des Bestandes.

  • Natursteinarbeiten:
    Auch hier ist nur eine Reparatur mit Reinigung des Bestandes nötig. Kleinere Kittungen mit evtl. strukturellen Festigungsmaßnahme im Bestand sollen aber eingeplant werden.
     

Romer Architekten Part mbB